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16,95

Ingrid Nothhelfer (Bearb.)

Aus bewegten Zeiten 2

Dürener Persönlichkeiten erzählen

 

Erinnerungen bewahren

Die Menschen werden immer älter, der bei ihnen vorhandene Erfahrungsschatz immer umfangreicher. Ihn zu bewahren und den Nachkommen nutzbar zu machen, ist eine gesellschaftliche Aufgabe.

Der zweite Band der Reihe „Aus bewegten Zeiten“ versammelt jetzt wieder die Lebensläufe von fünfzehn Persönlichkeiten aus Stadt und Kreis Düren, die sehr unterschiedlich, aber alle interessant und spannend zu lesen sind. Gebürtige Dürener ebenso wie „Immis“ erzählen aus ihrem Leben, von privaten und beruflichen Höhen und Tiefen und breiten damit nicht nur ein Stück Zeitgeschichte aus, sondern auch manche Aspekte aus der Vergangenheit dieser Stadt.

Die Leitung dieses Projektes lag bei Ingrid Nothhelfer, die auch schon den ersten Band mit verantwortet hat. Sie hat die Autorinnen und Autoren – die älteste ist Jahrgang 1913 – besucht, ihre Geschichten teilweise aufgeschrieben und bearbeitet und das entsprechende Bildmaterial ausgesucht. Auch für sie waren diese Reisen in die Vergangenheit immer wieder ebenso spannend wie erheiternd.

Mit ihren Erzählungen in dem Band vertreten sind Bernd Hamacher, Josef Hemgenberg, Marianne Hintzen, Cornelia Kenke, Paul Körtgen, Helmi Kumme-Becker, Wolfgang Künster, Prof. Wolfgang Meisenheimer, Günther Palm, Lucie Robens, Franz Vey, Magda Willems-Iven, Josef Winthagen, Anna Wolters und Gisela Zimmermann.

 

Vorwort

In Düren wohnen viele interessante Menschen. Ich durfte einige kennen lernen und mich mit ihnen unterhalten. Es freut mich immer wieder, wenn Menschen bereit sind, aus ihrem Leben zu erzählen. Es ist doch sehr erstaunlich, wie sich unser Leben in den letzten fünfzig bis sechzig Jahren verändert hat. Einige Personen in diesem Buch sind sogar neunzig Jahre alt und haben Düren noch vor dem Zweiten Weltkrieg in alter Schönheit erlebt. Frau Wolters, die leider nach dem Interview mit hundertzwei Jahren verstorben ist, hat sogar den Ersten Weltkrieg noch erlebt. Damals waren Autos noch nicht selbstverständlich und ihr Vater verdiente den Familienunterhalt noch mit Pferd und Wagen. Mehrfach hörte ich von den Dürener Gaslaternen, die noch vom Laternenmann mit einer Stange jeden Abend angezündet werden mussten, um eine Straßenbeleuchtung zu haben. Heute vergrößern Plastiktüten unsere Müllprobleme. Vor sechzig Jahren waren noch Papiertüten selbstverständlich. Welch eine Zeitspanne!

Und wie unterschiedlich sind die Erlebnisse der Menschen in den gleichen Jahren. Wie vielfältig kann das Leben sein. Wie ist jedes Leben auf seine eigene Art anders, selbst unter Geschwistern.

Ich habe diesen Menschen gern zugehört und hoffe, auch Sie können die Lebensgeschichten in diesem Buch mit Interesse und Freude lesen. Rückblickend zeigt sich erst im vierten Lebensabschnitt, nachdem die berufliche Phase vorüber ist, welch ein pralles Leben mit so vielen Veränderungen gelebt wurde.

Den Erzählerinnen und Erzählern danke ich für die Offenheit und der Bereitschaft, ihre Texte zu veröffentlichen. Frau Kenke, Frau Zimmermann und Herr Prof. Dr. Meisenheimer haben ihre Texte selbst verfasst und ich war nur in Gespräche und in die Auswahl der Fotos involviert. Der Text Hemgenbach ist ohne Fotos, weil Herr Hemgenbach leider kurz nach dem Interview verstorben ist.

Ingrid Nothhelfer

 

256 Seiten
zahlr. Abb., 17 x 24 cm, geb.
Hahne & Schloemer Verlag, Düren 2016
ISBN 978-3-942513-32-6
Preis: 16,95 €

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