Breuers Häuschen

Gelegen an der Valencienner Straße, der alten Landstraße nach Aachen, bezeichnet sich das "Breuers Häuschen" als Dürens ältestes Gasthaus. Eines der originellsten ist es ohne Zweifel – altes Fachwerk, ein bisschen krumm und schief, innen mit teilweise bedrohlicher Deckenhöhe, aber ungemein gemütlich und mit einer Atmosphäre, die aus echter Historie resultiert und nicht durch künstliche Deko hergestellt werden muss.
Das Buch erzählt von diesem denkwürdigen Haus und seinen Besitzern, Pächtern, Gästen, den Festen, die dort gefeiert wurden, den Geschichten, Mythen und Legenden, die sich darum ranken, und, nicht zuletzt, von alten und neuen Gerichten, die dort serviert wurden und werden.

Gestaltet hat das Buch eine Redaktion aus Zeit­zeugen, Orts- und Geschichtskundigen, Sachkundigen und Familienmitgliedern der Engelmanns. Viele Informationen, Bilder, Geschichten und Andenken an das Breu­ers Häuschen wurden von Gästen geschickt oder vorbeigebracht.
So gilt der Dank der Herausgeber all den vielen Helfern, die so engagiert zum Gelingen des Vorha­bens beigetragen haben. Das Buch „Breuers Häuschen“ wird 222 Jahre darf ohne Übertreibung als ein gelungenes Dokument der Heimat- und Geschichtsverbundenheit in Düren und Gürzenich bezeichnet werden.

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Rhenania

Achim Großmann widmet sich in seinem neuesten Werk zur Würselener Heimatgeschichte dem Fußball.

Akribisch recherchiert und gewohnt unterhaltsam nimmt er den Leser mit in die große Zeit von Rhenania Würselen. Er spannt den Bogen von der Gründung des Vereins 1905 über seine Rolle als Fußball-Pionier im Landkreis Aachen bis hin zu seiner legendären Zeit, in der Rhenania drei Mal den Aufstieg in die jeweils höchste westdeutsche Fußball-Liga schaffte, zuletzt 1948 in die Oberliga-West.

Routiniert und historisch bewandert, bindet der Autor die Vereinsgeschichte ein in politische und gesellschaft­liche Ereignisse, veranschaulicht durch viele überraschende Begebenheiten und belegt mit zahlreichen Bildern und Dokumenten. Eine Vielzahl von lokalen und regionalen Vereinen taucht auf, natürlich Alemannia Aachen, aber auch die Lokalrivalen aus Würselen und den Nachbarorten Aachen, Alsdorf, Baesweiler, Eschweiler, Herzogenrath und Stolberg sowie viele nieder- und mittelrheinische Vereine aus dem Raum Jülich, Düren, Mönchengladbach, Köln, Bonn etc.

Rhenania Würselen und seine Rolle bei der Entwicklung von Schiedsrichter- und Verbandsstrukturen oder die Auswirkungen von belgischer Besatzung und Ruhrkampf auf seine fußballerischen Aktivitäten werden ebenso geschildert wie die Bedeutung seiner fußballerischen Erfolge für die Stadt, die bei großen Spielen auf dem Lindenplatz zuweilen mehr Zuschauer als Einwohner verzeichnete, verkaufsoffene Sonntage zuließ oder besondere Verkehrsregeln einführte.

Der Leser erfährt von großen Namen, die in Würselen oder auf dem legendären Lindenplatz zu sehen waren wie Hennes Weisweiler, Dr. Peco Bauwens (späterer DFB-Präsident), Sportreporter Kurt Brumme oder die beiden späteren Bundestrainer Sepp Herberger und Jupp Derwall. Doch nicht nur große Namen spielen eine Rolle. Ein Personenregister mit ca. 650 Namen ist eine Fundgrube für Familienforscher und Fußballkundige.

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Kussinger

Der 1825 eingerichtete evangelische Friedhof an der Kölnstraße in Düren ist ein faszinierender Ort, der die Geschichte der Stadt Düren und den Wandel der Begräbniskultur lebendig werden lässt. Zahlreiche Mitglieder der Dürener protestantischen Familien haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden.
Die Dürener Denkmalpflegerin Heike Kussinger-Stanković hat jetzt im Auftrag des Fördervereins für den evangelischen Friedhof ein umfassendes Buch zur Geschichte dieses einmaligen Ortes erstellt und mit Hilfe weiterer Autoren biographische Daten zu allen hier bestatteten Personen zusammengetragen.
Das Werk ist mit vielen historischen und aktuellen Fotos reich illustriert und mit einem festen Einband versehen.

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Lenzen

Vor 50 Jahren ist unser Bundesland Nordrhein-Westfalen mächtig durcheinandergewirbelt worden. Die Kommunale Neugliederung hat viele kleine Gemeinden zu größeren Einheiten zusammengefasst, ebenso erging es einer Reihe von Landkreisen. Auch in der Düren-Jülicher Region haben sich die Strukturen verändert – manch einer zweifelt, ob es zum Besseren war. Darüber berichten wir in unserem Schwerpunktthema anhand einiger Beispiele und zeigen auch auf, dass diese Veränderungen eine längere Vorgeschichte haben.
Spannend sind auch die übrigen Beiträge in diesem Heft. Bernd Hahne erinnert an die frühen Planungen für den Bau einer Autobahn Köln-Düren-Aachen ebenso wie an die Vorstellungen, Nordrhein-Westfalens kleinste Stadt Heimbach zu einer NS-Musterstadt zu machen. Achim Jaeger widmet einen ausführlichen biographischen Beitrag dem in der Gemeinde Hürtgenwald geborenen Geistlichen und Volksvertreter Johann Wilhelm Joseph Braun.
Ein interessantes Interview mit einem der frühen „Gastarbeiter“ in Düren, eine Würdigung des Malers Herb Schiffer zu seinem 85. Geburtstag, Ergebnisse der Ausgrabungen in der Dürener Innenstadt – das sind nur einige der sonstigen Themen dieses Jahrbuchs.

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Lenzen

Die regionale Darstellung zu Zwangssterilisationen und Euthanasieverbrechen während der NS-Zeit weist noch zahlreiche weiße Flecken auf, während die Literatur zu dem Thema auf Reichsebene seit den 1980er Jahren unübersehbar ist. Die Gesamtzahl der Zwangssterilisierten in Deutschland ist nicht genau bekannt, allerdings gehen Schätzungen mehrheitlich von etwa 350.000 bis 400.000 aus und von mehr als 200.000 Betroffenen, die den Euthanasieverbrechen zum Opfer fielen. Dies stellt den Rahmen dar, in den sich die regionale Geschichte einordnet. Die nationalsozialistische Rassenpolitik forderte auch im Kreis Monschau ihre Opfer und es zeigt sich, dass eine Bevölkerung, die in einer katholischen Tradition verwurzelt war und über Jahrzehnte als Hochburg der Zentrumspartei galt, kein Bollwerk gegen die NS-Verbrechen bildete. Das Monschauer Land war keine isolierte Insel im nationalsozialistischen Deutschland.

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Heimatfront

… lautet der Titel dieser Untersuchung über die „Heimatfront Düren 1914-1918“ nach einem Ausdruck, der bei der Quellenrecherche mehr als einmal in die Augen springt. „In großer Zeit“ fühlten sich die Beteiligten in den ersten Monaten des ersten industrialisierten Krieges der Menschheit – nach mehr als vierzig Jahren des Friedens in Europa schien Mancher geradezu auf eine Kraftprobe hinzufiebern. Wie schnell den Menschen, auch hier in Düren, die Kraft dann ausging, ist erschreckend zu beobachten.

In mehr als sechsjähriger Arbeit haben mehr als ein Dutzend Autor*innen ein umfassendes Panorama unserer Heimatstadt in jenen viereinhalb Jahren zusammengestellt, das auch für Kenner der Stadtgeschichte sicher noch manche Überraschung bereithält.

 

 

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